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Rezension Menschen neben dem Leben

Menschen neben dem Leben ist ein toller Roman, des Autors Ulrich Alexander Boschwitz. Das Buch ist am 21. September 2019, als gebundene Ausgabe, im Klett-Cotta Verlag erschien.
Inhalt:
Nach der tollen Wiederentdeckung von „Der Reisende“ erscheint nun auch der erste Roman von Ulrich Alexander Boschwitz zum ersten Mal auf Deutsch. Dieser Roman spielt im Berlin der Zwanzigerjahre und handelt von den kleinen Leuten die nach Krieg und Wirtschaftskrise rein gar nichts mehr zu lachen haben und demnach nicht aufhören das Leben zu feiern. Im Anhang folgt noch ein Nachwort des Herausgebers Peter Graf.
Meinung:
Das Buch erscheint in einem Umfang von 303 Seiten. Das Cover ist in Schwarz und Weiß gehalten und wirkt ziemlich klar und aufgeräumt. Abgebildet können wir hier drauf eine Straßenszene aus der Zeit in der, der Roman spielt sehen. Im Großen und Ganzen passt das Cover sehr gut zu der Geschichte, finde ich.
Die Geschichte spielt zwar in den Zwanzigerjahren, trotzdem sind die Probleme aus die-ser Zeit auch heut noch greifbar. Dies ist ein Buch, welches den Leser in eine komplett andere Zeit entführt und ihn hautnah am damaligen Leben teilnehmen lässt. Der Autor zeigt dem Leser ehrlich und unverblümt, wie es den Menschen damals in ihrem Alltag ergangen ist und mit was sie alles zu kämpfen hatten. Ulrich Alexander Boschwitz schafft es, vom Anfang bis zum Ende mich zu fesseln. Erzählt wird aus der dritten Person und das so gekonnt, dass ich immer wieder verwundert war, dass man einen solchen Schriftsteller so lange ignorieren konnte, in Deutschland. Der Autor lässt uns so an den Gedankengängen der Protagonisten teilhaben, als ob er selbst bereits in ähnlichen Situationen gewesen wäre. Aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, steuert er alles auf einen Showdown im Fröhlichen Waidmann hin, wo die Ereignisse sich quasi überschlagen. Abschließend kann ich nur sagen das, das Buch genauso lesenswert, wie das, was zuerst erschien, ist „Der Reisende“.
Fazit:
Wem schon das Buch „Der Reisende“ gefallen hat, dem wird auch dieses gefallen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen der sich für die Geschichte von Deutschland insbesondere Deutschland in den Zwanzigerjahren interessiert.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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